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FONDSGEBUNDENE LEBENSVERSICHERUNG
Vereint man eine Risikolebensversicherung mit einer Beteiligung an einem Investmentfonds, spricht man von einer fondsgebundenen Lebensversicherung. Bei einer klassischen Lebensversicherung schreibt das Versicherungsaufsichtsgesetz dem Lebensversicherer im großen Rahmen vor, wie er die Versichertengelder anzulegen hat und dass er recht konservativ mit den Kundengeldern umgehen soll, um auf jeden Fall nach Ende der Ablaufzeit eine - wenn auch minimale - Verzinsung gewähren zu können. Ganz anders hingegen die fondsgebundene Lebensversicherung, hier bestimmt der Versicherungsnehmer die Fonds, in die investiert werden soll und somit die Schwerpunkte der Anlage, dafür übernimmt er aber auch damit das Anlagerisiko. Somit gewährt der Versicherer auch keine Ablaufleistung mehr, da die ja vom Erfolg der vom Kunden gewählten Kapitalanlage abhängig ist.
Es ist nicht einfach für den Laien, eine gute fondsgebundene Lebensversicherung von einer schlechten zu unterscheiden. Die in bunten Prospekten gezeigten Wertsteigerungsgrafiken sind theoretische Annahmen, die auf der Entwicklung der Vergangenheit resultieren. Das schliesst leider die Möglichkiet eines Verlustes oder gar Totalverlustes nicht mit ein. Deshalb müssen zusätzliche Kriterien herangezogen werden, um einen geeigneten Fonds zu finden, in den es sich lohnt zu investieren. Man kann die vorhandenen Fonds aufgrund ihrer Strategie in drei Kategorien unterscheiden: es gibt sicherheitsorientierte Fonds, die also eher konservativ investieren; es gibt ausgewogenen Fonds, die versuchen, die Goldene Mitte zu treffen und es gibt spekulative Fonds, bei denen mit hohen Schwankungen zu rechnen ist. Unkundige Versicherungskunden gehen meist auf Nummer Sicher und wählen gerne Dachfonds. Die, die Erfahrung haben, wählen Fonds entsprechend ihrer Risikobereitschaft. Ob nun konservativ oder progressiv, der Kunde hat jederzeit die Möglichkeit, sein Depot umzuschichten in andere vielversprechendere Fonds. Übrigens sollte man bei der Auswahl der Fonds unbedingt darauf achten, dass man möglichst einen Anbieter wählt, bei dem das Umschichten nicht nur zu bestimmten Stichtagen erlaubt ist, sondern möglichst durchgehend.
Die zu wählenden Fonds der verschiedenen Versicherungsgesellschaften investieren die Kundengelder entweder in Aktien, in Rentenpapiere, in Immobilien, in den Geldmarkt, in den Index-Markt, in Rentenfonds oder auch in Mischfonds. Je mehr Möglichkeiten die von Ihnen gewählte Versicherungsgesellschaft ihnen anbietet, desto mehr Möglichkeiten haben Sie, ihr Vermögen möglichst breit zu streuen. Achten Sie daher auch darauf, dass der Mindestbetrag pro Fonds möglichst gering ist. So, wie man eine klassische Lebensversicherung beleihen kann, sollte dies auch bei einer fondsgebundenen Lebensversicherung möglich sein, ebenso wie die Möglichkeit, sich vorzeitig Teilbeträge auszahlen lassen zu können.
Nicht vergessen sollte man die ab 1.1.2009 Einführung der Abgeltungssteuer, ab dann sind unter anderem auch Erträge aus Investmentfonds mit maximal 28% zu versteuern. Dafür entfällt im Gegenzug die Spekulationsgewinnbesteuerung.
