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PFLEGEZUSATZVERSICHERUNG
Die Lebenserwartung steigt immer weiter an und somit aber auch gleichzeitig das Risiko im fortgeschrittenen Alter auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Im Falle von Pflegebedürftigkeit kommt zwar die gesetzliche Pflegeversicherung zum Tragen, diese deckt jedoch nur einen Teil der dabei anfallenden Kosten. Die Höhe der letzteren bewegt sich zwischen einigen Hundert Euro und einigen Tausend Euro im Monat, wenn z.B. eine stationäre Unterbringung erforderlich wird. Dabei ist die Tendenz eher steigend.
Die Übernahme der Kosten durch die gesetzlichen Versicherer berechnet sich nicht zuletzt nach der anerkannten Pflegestufe. Bei der höchsten werden dabei 2006 gerade einmal knapp über 1.400 Euro übernommen, was aber längst nicht die Kosten für einen Platz im Pflegeheim deckt. Die entstehende Lücke muss dann entweder von der Rente oder den Ersparnissen beglichen werden. Um dieses Risiko abzufangen oder zumindest zu mildern empfiehlt es sich, eine private Pflegezusatzversicherung abzuschließen.
Dabei steht folgende Auswahl zur Verfügung: Pflegekosten- oder Pflegetagegeldversicherung. Bei der letzteren wird ein bestimmter Tagesatz vereinbart, der dann für jeden Tag der Pflegebedürftigkeit gezahlt wird. Hierbei müssen die tatsächlich entstandenen Kosten nicht eigens nachgewiesen werden. Die Pflegekostenversicherung stockt dagegen die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung auf, wobei der Betrag ebenfalls nach Vereinbarung festgelegt wird. Der Nachteil gegenüber dem Tagegeld ist, dass sich die Pflegekostenpolice an der gesetzlichen Pflegeversicherung orientiert, d.h. eventuelle Änderungen in der letzteren zum Ungunsten des Versicherten wirken sich auch in der privaten Versicherung entsprechend negativ aus.
Beim Vertragsabschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung bleibt es ohne Berücksichtigung, ob die Pflege ambulant oder stationär erfolgen wird, da dies für die Zukunft nicht vorhersagbar ist. Ebenso wenig sind die Beiträge vom jeweiligen Geschlecht abhängig. Dagegen spielt für die Höhe der Prämie das Alter des zu Versichernden eine Rolle sowie eventuell existierende Vorerkrankungen.
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