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Privathaftpflichtversicherung - Worauf achten?

Worauf bei einer Privathaftpflichtversicherung achten?

Ein kleiner Moment der Unachtsamkeit kann reichen, um einen Schaden in sechsstelliger Höhe zu verursachen. Damit sich daraus keine finanzielle Katastrophe entwickelt, ist es wichtig, dass die Versicherung möglichst viel abdeckt.

Es mag makaber klingen, doch einen Millionenschaden zu fabrizieren, ist gar nicht so schwer. Elementar ist deswegen die Versicherungssumme, und die sollte bei mindestens 3 Millionen Euro liegen, um Personen- und Sachschäden abzudecken. Andernfalls bliebe man selbst auf dem Rest des Schades sitzen.

Nicht weniger wichtig ist der Umfang der Schäden, die durch die Versicherung abgedeckt sind. Dazu gehören beispielsweise auch Schäden, die über einen längeren Zeitraum entstehen: Durch Rauch und Staub, Ruß oder Feuchtigkeit.

Gar nicht so selten werden Strom- oder Wasserleitungen aus Versehen angebohrt. Dass die Versicherung in einem solchen Fall eintritt, sollte festgesetzt sein.

Schäden am Computer sollten sogar bis zu einer Höhe von 50.000 Euro versichert sein, denn Viren verbreiten sich rasant und werden fast immer unbemerkt übertragen.

Schäden durch häusliche Abwässer sind nicht zwingend ein Fall für die Hausratversicherung. Auch bei Freunden kann man schuld sein, wenn ein Rohr plötzlich verstopft ist und das Abwasser nicht mehr abfließt. Derartige Schäden sollten unbedingt mit der Haftpflichtversicherung gedeckt sein.

Dass auch das Hüten fremder Hunde oder Pferde in der Police enthalten sein sollte, mag abwegig erscheinen, doch es reicht bereits, bei Freunden zu Besuch zu sein und gebeten zu werden, „mal kurz auf den Hund zu achten“. Hat man das fremde Tier nicht im Griff und ein Schaden entsteht, etwa, weil der Hund eine Person anfällt und verletzt, wird derjenige zur Verantwortung gezogen, der das Tier zur Aufsicht hatte, auch wenn dies nur ein kurzer Moment gewesen ist.

Für den Fall, dass ein eigener Hund angeschafft wird und dieser einen Schaden anrichtet, noch bevor eine Hundehalter-Haftpflicht abgeschlossen wurde, haftet die eigene Haftpflichtversicherung, und zwar in Höhe von mindestens 3 Millionen Euro pauschal und in Höhe von 50.000 Euro für Schäden am Vermögen.

Wer in seinem Keller Substanzen wie Lösemittel lagert, sollte darauf achten, dass die Versicherung dafür aufkommt, wenn solche Flüssigkeiten auslaufen und gegebenenfalls einen Schaden anrichten. Die Verschmutzung des Grundwassers fiele zum Beispiel in diesen Bereich.

Im Bereich Mieten und Wohnen sollten sich Versicherte nicht ausschließlich auf ihre Hausratversicherung verlassen. Die Haftpflicht sollte Schäden in der eigenen Mietwohnung decken als auch Schäden in gemieteten Ferienwohnungen – und das auch im Ausland - oder gepachteten Schrebergärten. Als Orientierung für die Versicherungssumme gelten mindestens 300.000 Euro. Die Police schließt Schäden an Glas oder an der Heizungsanlage jedoch aus.

Besonders junge Menschen planen längere Auslandsaufenthalte und sollten mit der Versicherung klären, dass sie innerhalb der Europäischen Union für diesen Zeitraum versichert sein. In der Regel gilt der Schutz für drei Jahre, manche Versicherungen verlängern die Police aber auch.

Einen Vergleich sowie ein Angebot für eine günstige Privathaftpflichtversicherung können Sie über das nachfolgende Formular anfordern (Versicherungsvermittlung erfolgt über die Finanzen.de AG):

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