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Versicherungen für Kinder
Kinderpolicen
Nur ein geringer Prozentsatz der Behinderungen bei Kindern ist angeboren oder tritt im ersten Lebensjahr auf. Das größte Invaliditätsrisiko stellen Kinderkrankheiten wie zum Beispiel Masern und Röteln, dar, die gesundheitliche Folgeschäden mit sich ziehen können. Auch die finanziellen Folgen einer solchen Erkrankung sind für viele Familien nur schwer zu stemmen. Oftmals muss ein Elternteil den Beruf zurückstellen oder gar ganz aufgeben. Durch die Mehrbelastung und das fehlende Einkommen ist oftmals der wirtschaftliche Ruin vorprogrammiert.
Staatliche Leistungen unzureichend
Zwar gibt es eine gesetzliche Unfallversicherung, diese beschränkt sich allerdings auf Kindergarten und Schule. Bei einer Invalidität infolge Unfall oder Krankheit besteht Anspruch auf Leistungen der Pflegekassen, die den Mehrbedarf an Pflege des kranken Kindes decken sollen, ausreichend ist das Pflegegeld allerdings kaum.
Kinderpolice bietet finanzielle Entschädigung
Eine Kinderinvaliditätszusatzpolice (kurz "KIZ" genannt) hilft im Falle einer schweren Krankheit oder eines Unfalles, die mit bleibenden Schäden verbunden sind, mit einer finanziellen Entschädigung. Diese erfolgt in Form einer lebenslangen Rente oder als einmalige Kapitalzahlung. Für die Beitragszahlung kann beispielsweise ein Teil des Kindergeldes genutzt werden.
Worauf sollten Eltern bei einer Kinderpolice achten?
Kinderpolice so früh wie möglich abschließen:
Mit dem Vertragsabschluss sollte nicht lange gewartet werden. Denn war das Kind bereits erkrankt, ist der Abschluss eine Kinderinvaliditätsversicherung (KIZ) fast unmöglich.
Leistungsbedingungen beachten:
Grundsätzlich hilft eine Police mit Rentenleistung dem Nachwuchs langfristig und sollte deshalb erste Wahl sein.
Auch die Wartezeiten sind zu beachten, am besten einen Schutz ohne Wartezeit wählen.
Auf eine Gutachterklausel sollte verzichtet werden. Feststellungen zur Schwere der Erkrankung und der Zahlungsverpflichtung sollten durch die staatlichen Versorgungsämter vorgenommen werden.
Rechtsschutzpolice zur Unterstützung sinnvoll:
Da nicht alle Anbieter von Kinderpolicen auch wirklich kinderfreundlich sind, landen einige Fälle vor dem Richter, der dann über die Leistungspflicht zu entscheiden hat. Eine Rechtsschutzversicherung würde die Kosten des Rechtsstreits übernehmen und somit die Familie zumindest finanziell ein Stück weit entlasten.
Mindestabsicherung durch Unfallpolice:
Unfallversicherungen sind zwar günstiger als Kinderpolicen, allerdings folgen Leistungen nur bei Behinderung des Kindes infolge eines Unfalls. Die gesundheitlichen Folgen von Krankheiten werden nicht berücksichtigt.
Berufsunfähigkeitsversicherung im Anschluss an Kinderpolice
Wenn das Kind nach einer Ausbildung in das Berufsleben startet, lohnt sich der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Sofern vertraglich vorgesehen, wird die Kinderinvaliditätsversicherung automatisch in eine BUV umgewandelt.
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