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Wohn-Riester

WOHN-RIESTER

Die Riester-Rente hat sich in den letzten Jahren zur bevorzugten Variante der staatlich geförderten Altersvorsorge entwickelt, was Ende letzten Jahres das Überschreiten der Grenze von zehn Millionen Riester-Verträgen auf beeindruckende Weise untermauerte.

Wie man mit dem Riester-Rechner auf unseren Seiten ermitteln kann, lohnt sich ein solcher Vertrag tatsächlich für fast jeden Zulagenberechtigten. Fragt man deutsche Verbraucher allerdings, welche Form der Altersvorsorge sie für die beste halten, wird in der Mehrzahl aller Fälle die Antwort lauten: eine Immobilie.

Laut einer Umfrage des Instituts für Demoskopie aus Allensbach stellen Immobilien für rund 62 Prozent der Befragten die beste Ergänzung dar und liegen damit um Längen vor der Riester-Rente oder einer privaten Rentenversicherung. Schaut man sich dann allerdings die Realität einmal genauer an, so hat weniger als die Hälfte der deutschen Bürger Immobilieneigentum, was im europäischen Vergleich so ziemlich die niedrigste Quote an Wohneigentum darstellt.

Die aktuell niedrigen Hypothekenzinsen in Verbindung mit dem steigenden Pro-Kopf-Vermögen der Deutschen stellen allerdings derzeit eine sehr interessante Situation für den Erwerb von Immobilien dar. Aus diesem Grund will die Politik rückwirkend zum 1. Januar 2008 die staatlichen Zulagen und steuerlichen Vorteile im Rahmen des so genannten "Wohn-Riester" auch für den Erwerb von Wohneigentum zur Verfügung stellen.

Nachfolgend stellen wir Ihnen die wichtigsten derzeit verfügbaren Daten und Fakten zum Wohn-Riester vor:

Wer ist Förderberechtigt?

Förderberechtigt ist, wie bei der bisherigen Riester-Rente auch, jeder sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer. Nicht berufstätige oder sozialversicherungspflichtige Ehepartner sind über einen mittelbaren Zulagenanspruch ebenfalls förderberechtigt. Einzige Voraussetzung: ihr mittelbar förderberechtigter Partner muss einen Riester-Vertrag abgeschlossen haben. Auf diese Weise können auch sonst nicht förderberechtigte Selbstständige und Freiberufler in den Genuß der staatlichen Zulagen kommen.

Wie sieht die aktuelle Förderung im Rahmen der Riester-Rente aus?

Wie wir bereits auf unserer Seite zum Thema Riester-Rente dargestellt haben, beträgt die Grundförderung pro Förderberechtigtem ab 2008 154 Euro pro Jahr und das unabhängig davon, ob es sich um eine Rentenversicherung, einen Banksparplan oder einen Fondssparplan handelt.

Pro kindergeldberechtigtem Kind gibt es zusätzlich 185 Euro jährlich, für ab 2008 geborene Kinder sogar 300 Euro.

Riester-Sparer, die bei Vertragsabschluss noch keine 25 Jahre alt sind, erhalten zusätzlich eine einmalige Zulage in Höhe von 200 Euro.

Um in den Genuss der vollen Förderung zu gelangen, müssen inklusive der staatlichen Zulagen mindestens vier Prozent des sozialversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens (inklusive der staatlichen Zulagen) aus dem Vorjahr in einem Riester-Vertrag angespart werden.

Die Beiträge zur Riester-Rente können darüber hinaus in der persönlichen Steuererklärung bis zu einer Höhe von 2.100 Euro als Sonderaufgaben geltend gemacht werden. Dabei werden von den gesamten Einzahlungen die staatlichen Zulagen abgezogen und die Differenz wird dem Sparer erstattet.

Wie die Riester-Förderung genau funktioniert, beschreiben wir Ihnen auf der nachfolgenden Seite:

Können auch bereits bestehende Darlehen gefördert werden?

Zuschüsse ihm Rahmen von Wohn-Riester können nur für neu aufgenommene Kredite gewährt werden. Beim Abschluss eines entsprechenden Riester-Vertrages bereits bestehende Finanzierungen werden nicht bezuschusst.

Gilt der Wohn-Riester nur für den Kauf einer Immobilie oder auch für deren Bau?

Über den Wohn-Riester können bis zu 100 Prozent, mindestens aber 75 Prozent, der angesparten Beträge zum Erwerb einer Immobilie verwenden. Dabei ist es dem Sparer freigestellt, ob er neues Wohneigentum schafft, also baut, oder eine bestehende Immobilie kauft.

Wichtig ist jedoch: nur Immobilien in innerhalb der EU werden gefördert und die Förderung beschränkt sich auf den Kauf, Bau oder die Entschuldung einer eigengenutzten Wohnung bzw. Immobilie oder den Erwerb von Wohnungsbaugenossenschaftsanteilen zum Zweck des Eigenerwerbs einer Wohnung. Mehr dazu haben wir im Ratgeber auf der folgenden Seite zusammengefasst:

Nicht gefördert werden hingegen Objekte, die fremdvermietet werden sowie Energiespar- oder Modernisierungsmaßnahmen an bestehenden Immobilien und die Entschuldung nicht selbstgenutzter Objekte.

Wie wird das zum Kauf oder Bau einer Immobilie im Rahmen des Wohn-Riester verwendete Kapital besteuert?

Da es im Zuge des Wohn-Riester keine Pflicht zur Rückführung des entnommenen Kapitals in den Riester-Vertrag gibt, sämtliche Erträge aus demselben jedoch nachgelagert in der Auszahlungsphase besteuert werden, muss hier zu einem kleinen Kunsttrick gegriffen werden. Bislang ist vorgesehen, für jeden Wohn-Riester ein fiktives Tilgungskonto einzurichten. Die dort fiktiv abgerechneten Tilgungszahlungen werden mit zwei Prozent pro Jahr verzinst und dann zu Beginn der Auszahlungsphase mit dem im eigentlichen Riester-Vertrag verbliebenen Kapital summiert.

An diesem Punkt besteht dann die Möglichkeit, 70 Prozent dieses fiktiven Kapitals in einem Durchgang mit dem persönlichen Einkommenssteuersatz zu versteuern oder aber eine gleichmäßige Rentenzahlung zu unterstellen, bei der dann jährlich der fiktiv entnommene Betrag versteuert werden würde.

Wichtig bei der einmaligen Versteuerung zu 70 Prozent ist, dass die Immobilie danach mindestens 20 Jahre selbst weitergenutzt wird (Ausnahme ist der Tod des Riester-Sparers). Wird das Objekt vor Ablauf der 20 Jahre verkauft, müssen auch die restlichen 30 Prozent nachversteuert werden.

In welchen Fällen muss ich mit dem Verlust der Förderung rechnen?

Bislang ist klar, dass die im Rahmen der Riester-Rente gewährte Förderung zurückerstattet werden muss, wenn die derart geförderte Immobilie verkauft oder fremdvermietet wird, ohne dass der Erlös aus dem Verkauf oder der Vermietung in eine neue eigengenutzte Immobilie oder ein anderes Riester-Produkt investiert wird.

Über das nachfolgende Formular können Sie sich ein individuelles Angebot zu Riester-Rente und Wohn-Riester ausarbeiten lassen (Versicherungsvermittlung erfolgt durch die Finanzen.de AG):

Wie man eine Riester-Rente zur Tilgung eines Immobilienkredites einsetzen kann, erklärt unser folgender Ratgeber:

Riester-Rente zur Tilgung eines Immobilienkredites einsetzen >>>