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Zahlungen von Versicherungen im Krankheitsfall

Versicherungszahlungen bei Krankheit

Die meisten Streitfälle entstehen bei der Berufsunfähigkeits-, der Kranken- und der Unfallversicherung. Hier setzen die Versicherungen durch ihre Verschleppungstaktiken meist darauf, dass dem Versicherten finanziell die Luft ausgeht.

Wann sollte eine Therapie lieber abgebrochen werden?

Eine Versicherte lässt sich nach einem Autounfall von verschiedenen Ärzten behandeln und reicht die Rechnungen bei ihrer Krankenversicherung ein. Doch anstatt zu zahlen, schickt diese ihre protestierende Kundin zu einem Gutachter. Und als der sich jedoch nicht festlegen will, ob die Therapien notwendig waren, gibt die Assekuranz die Akten an einen Psychiater weiter. Ohne die Kundin jemals gesehen zu haben, bescheinigt ihr der Mediziner eine "psychogene Überlagerung", die physikalischen Leistungen seien viel zu zahlreich angewendet worden.

Daher die Empfehlung: Tatsächlich zahlen die Versicherungen nach ihren Vertragsbedingungen nur für "medizinisch notwendige" Heilbehandlungen. Statt jedoch einen psychisch und finanziell aufreibenden Streit zu riskieren, empfiehlt es sich, aufwendige Behandlungen vorher mit der Versicherung abzusprechen.

Kein Geld für eine Entziehungskur

Ein Geschäftsmann bricht zusammen und wird in eine Klinik eingeliefert. Er leidet nicht nur an einem hirnorganischen Schaden, sondern trinkt auch gerne etwas zu viel. Nach 4 Wochen stationärer Behandlung samt Entwöhnungskur wird der Mann entlassen. Die Krankenkasse will jedoch von der Rechnung über rund 2.500 Euro nichts wissen, denn nach ihren Klauseln bestehe für Entziehungskuren keine Leistungspflicht.

Hier ist eine Warnung angebracht, denn es gibt zahlreiche Ausschlüsse für die eine oder andere Behandlung. Wenn aber etwa eine Entziehungsmaßnahme nur der Teil einer Gesamttherapie ist, muss die Versicherung die Rechnung vollständig begleichen.

Wann ist ein Arzt arbeitsunfähig?

Ein Gynäkologe kann nach einem Unfall die rechte Hand nur noch eingeschränkt bewegen und leidet unter permanenten, starken Kopfschmerzen. Er beantragt bei der Rentenanstalt die vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente, doch die Versicherung lehnt ab. Begründung: Schließlich könne der Arzt alternativ noch als "Pharmaberater und wissenschaftlicher Mitarbeiter in der pharmazeutischen Industrie" arbeiten.

Hier ist jedoch Gegenwehr angesagt, denn der Verweis auf Alternativberufe gehört zu den beliebtesten Ausflüchten der Berufsunfähigkeitsversicherer. Allerdings muss die vorgeschlagene Tätigkeit vom sozialen Status und den wirtschaftlichen Möglichkeiten mit der alten vergleichbar sein, und das ist bei den Berufen Arzt/Pharmaberater nicht der Fall.

Akupunktur wird bezahlt

Eine Patientin leidet unter Schmerzen wegen einer unheilbaren Funktionsstörung des Verdauungstraktes. Ein Heilpraktiker verschafft ihr durch Akupunktur Linderung, allerdings will die Krankenversicherung die Rechnung von rund 750 Euro nicht zahlen. Begründung: Akupunktur sei im Bereich der "magischen Denkweise" anzusiedeln und damit keinesfalls erforderlich. Das Landgericht Kleve war jedoch anderer Meinung und verurteilte die Gesellschaft (AZ: 6 S 409/93).

Begründung: Versicherungen müssen auch für alternative Methoden bezahlen, jedenfalls dann, wenn diese Therapie in ihrer Wirkung wissenschaftlich anerkannten Verfahren gleichzustellen ist. Außerdem dürfen im Vergleich zu einer konservativen Behandlung keine höheren Kosten entstehen. Alternativen sind insbesondere zulässig bei unheilbaren Krankheiten und erfolglosen konventionellen Bemühungen. Diese dürfen jedoch nicht in den Bereich der Wunderheilung oder Scharlatanerie fallen.

Mahnen Sie rechtzeitig, wenn Sie eine Hinhaltetaktik vermuten

Ein Versicherter reicht bei seiner Versicherung Krankenhausrechnungen über rund 9.000 Euro ein. Die Versicherung kontert mit scheinheiligen Ausreden: "Den diesem Versicherungsvertrag zugrundeliegenden Antrag konnten wir zu den üblichen Beiträgen und Bedingungen annehmen, weil die Angaben zu den gestellten Gesundheitsfragen unbedenklich waren.

Wie wir zwischenzeitlich erfahren haben, wurden die im Antrag enthaltenen Gesundheitsfragen nicht richtig bzw. nicht vollständig beantwortet. Hätten wir dies von Anfang an gewusst, hätten wir den Antrag nicht ohne weiteres angenommen. Um das von uns übernommene Versicherungsrisiko im Nachhinein richtig einschätzen zu können, sind daher noch einige Rückfragen erforderlich. Aus diesem Grund und zur Wahrung einer gesetzlichen Frist treten wir zunächst einmal wegen Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht vom Vertrag zurück (§§ 16 ff. Versicherungsvertragsgesetz)."

Die Gesellschaft verzögert die Zahlung noch rund ein Vierteljahr lang, ehe sie schließlich kommentarlos knapp 3.500 Euro überweist. Das brauchen Sie jedoch nicht hinzunehmen. Krankenversicherer lassen sich mit der Überweisung oft viel Zeit und sichern sich so einen Zinsvorteil. Spätestens nach einem Monat sollten Sie schriftlich mahnen, eine Frist von zwei Wochen setzen und Klage androhen. Ist das Geld dann immer noch nicht da, ist schließlich der direkte Weg zum Gericht ratsam.

Bei Unfalltod: Meldefrist von 48 Stunden einhalten Ein Versicherter kommt bei einer Massenkarambolage ums Leben. Zwei Wochen später fällt seiner Witwe auf, dass ihr Mann eine Unfallversicherung mit Todesfallschutz besaß. Die benachrichtigte Gesellschaft winkte allerdings ab, denn nach den Allgemeinen Unfallbedingungen müsse ein Todesfall innerhalb von 48 Stunden gemeldet werden.

Gegen diese Klausel ist kein Kraut gewachsen. Da hilft nur eine rechtzeitige telegrafische Meldung. Bei einer reinen Körperverletzung gilt die strenge Zweitagesfrist jedoch nicht. Trotzdem sollten Unfallversicherer den Schaden rasch melden, wenn ein Dauerschaden zu befürchten ist. Bewahrheitet sich die Vermutung, muss der Verletzte seiner Versicherung nach zwölf bis 15 Monaten ein Arztgutachten vorlegen. Verschweigen Sie keine Krankheit Eine Versicherte erlitt bei einem Autounfall bleibende Nervenstörungen.

Sie besaß eine Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherung, doch die Assekuranz trat postwendend von beiden Verträgen zurück. Begründung: Die Kundin habe ihr bei Vertragsabschluss ihr altes Schleudertrauma verschwiegen. Erst als die Versicherte bewies, dem Vertreter alle maßgeblichen Vorerkrankungen gemeldet zu haben, und 16 medizinische Gutachten belegen dass weitere angeblich verschwiegene Vorerkrankungen wie Muskelkrämpfe und depressive Verstimmungen nie bestanden hätten, nahm die Versicherung die Kündigungen kommentarlos zurück.

Hier heißt es: aufpassen! Das Versicherungsunternehmen kann nur zurücktreten, wenn der Kunde ihm wirklich wichtige Informationen unterschlagen hat. Das kann beim Antrag auf eine Krankenversicherung schon eine kleine Katzenhaar-Allergie sein, bei einer Lebensversicherung dagegen kaum. Wer unsicher ist sollte lieber auch kleine Problemchen angeben anstatt sie zu verschweigen.

Die Rechnung von der Klinik-GmbH

Eine kurzsichtige Frau lässt ihr Leiden per Laserstrahl operativ behandeln die Krankenversicherung jedoch lehnt die Rechnung über rund 4.000 Euro ab. Begründung: Der Arzt war Angestellter einer Klinik-GmbH. Nach 4 der Vertragsbedingungen seien aber nur Rechnungen von niedergelassenen approbierten Ärzten erstattungspflichtig, nicht jedoch von Gesellschaften mit beschränkter Haftung.

Hinweis: Immer mehr Ärzte in Deutschland organisieren sich in solchen Gemeinschaften. Die Krankenversicherung muss aber auch bei einer Arztgesellschaft die Kosten für eine ambulante Behandlung tragen. Voraussetzung: Deren Mediziner sind selbst approbiert und die Klinik als Institution allgemein anerkannt. So entschied schon am 30. November 1977 der Bundesgerichtshof (Az: IV ZR 69/76). Patienten sollten sich aber vorsichtshalber rechtzeitig erkundigen und sich einen Freibrief von ihrer Versicherung holen.

Rechtsschutz empfehlenswert

Um die finanziellen Lasten eines Rechtsstreits mit der Versicherung, einer Kasse, einem Arzt oder Krankenhaus nicht alleine schulten zu müssen, empfiehlt sich der Abschluß einer Rechtsschutzversicherung. Der hier vorgestellte Tarifrechner der Finanzen.de AG, welche auch die Versicherungsvermittlung übernimmt, hilft Ihnen beim Auffinden des günstigsten Angebotes: