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Zahnbehandlungen und Zahnersatz
Inlays und Onlays
Inlays und Onlay sind Füllungen, die der Zahnarzt nicht direkt einsetzen und modellieren kann. Er fertigt zunächst einen Abdruck an, anhand dessen ein Zahntechniker im Labor die Füllung anfertigt. Füllungen, die von Zahnsubstanz umschlossen sind, nennen sich Inlays, gehen die Füllungen darüber hinaus, handelt es sich um Onlays. Sie bestehen aus Gold, Keramik oder einer Kombination beider Substanzen. Immer häufiger werden auch Inlays aus Titan oder Kunststoff angefertigt.
Am teuersten sind Goldinlays, für die je nach Größe und Lage um die 320 Euro berappt werden müssen. Inlays aus Keramik sind nicht wesentlich günstiger. In der Regel übernehmen sie gesetzlichen Krankenkassen die Kosten nicht.
Veneers
Veneers sind hauchdünne und lichtdurchlässige Schälchen aus Keramik, die auf den Zähnen angebracht werden. Kleinere Zahnfehlstellungen, Zahnlücken oder Verfärbungen können damit überdeckt werden.
Damit der Kleber optimal haftet, muss die Zahnoberfläche zunächst angeschliffen und mit einer speziellen Tinktur behandelt werden. Pro Zahn dauert die gesamte Prozedur etwa eine halbe Stunde.
Weil es sich bei den Veneers um einen ästhetischen und nicht medizinisch notwendigen Eingriff handelt, übernehmen die gesetzlichen Krankenversicherungen dafür keine Kosten. Je nach Qualität und Aufwand fallen pro bearbeitetem Zahn zwischen 500 und 1500 Euro an, die aus eigener Tasche bezahlt werden müssen.
Zahnkronen
Kronen werden dann notwendig, wenn der Zahn durch Karies oder aus anderen Gründen so großflächig geschädigt ist, dass eine Füllung oder ein Inlay aufgrund der fehlenden Stabilität keinen Sinn mehr machen. Der Zahn so weit herunter geschliffen, dass nur noch ein Stumpf stehen bleibt. Auf diesen kann die künstliche Zahnkrone dann gestülpt werden. So genannte Teleskopkronen unterscheiden sich dadurch, dass auf den Zahnstumpf eine Metallhülse gezogen wird, auf dem dann der Zahnarzt die Krone montiert.
Keramik kommt in Farbe und Beschaffenheit dem natürlichen Zahn am nächsten und ist deswegen am gefragtesten. Kronen aus Keramik sind genauso bruchsicher wie Metall und geben dem Zahn, wenn auch künstlich, seine Form und Stabilität zurück.
Zahnbrücken
Ist ein Zahn schwer geschädigt oder fehlt der Zahn komplett, sind Zahnkronen mitunter nicht mehr geeignet, um die Zahnreihe wieder zu vervollständigen. In diesem Fall sind Zahnbrücken erforderlich. Sie haben den Nachteil, dass sie an jedem Ende den jeweils benachbarten Zahn als Stützpfeiler benötigen. Ein gesunder Zahn muss dafür abgeschliffen und eigentlich zerstört werden, um der Brücke Halt zu geben. Die Endpfeiler werden auf die beschliffenen Zähne geklebt und halten bis zu 10 Jahre. Zahnbrücken bestehen aus demselben Material wie Kronen und sind fest im Mund verankert, das heißt, sie können nicht herausgenommen werden.
Zwischen drei Arten von Brücken unterscheidet man:
- Basisbrücke: Sie überbrückt eine Zahnlücke und ist mit den jeweils benachbarten Zähnen verankert.
- Freiendbrücke: Sie beendet eine Zahnreihe und ist dementsprechend nur an einem Zahn befestigt.
- Inlaybrücke: Sie benutzt das Inlay des benachbarten Zahnes als Halt und überdeckt das Inlay gleichzeitig.
Teil- und Vollprothesen
Teil- und Vollprothesen werden dann nötig, wenn die anderen Zahnersatzmethoden nicht möglich sind oder aus Kostengründen nicht in Frage kommen. Sie sind nicht fest im Mund verankert und können bzw. müssen zur Reinigung herausgenommen werden. Ihre Basis ist ein zahnfleischfarbener Sattel, auf dem die Zähne aus Kunststoff befestigt sind. Befestigt werden die Teilprothesen mit Klammern an den Restzähnen. Eine Vollprothese hingegen ersetzt das gesamte Gebiss und wird über die Zahnfleischkämme gestülpt. Normalerweise haften diese Prothesen durch den dünnen Speichelfilm und brauchen keine Haftcreme.
Prothesen sind wesentlich günstiger als Implantate, je nach Qualität und Material können die Preise aber stark variieren. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen in Etwa die Hälfte dessen, was die günstigste Variante kostet. Geld sparen lässt sich allerdings mit dem Bonusheft, das alle Krankenkassen ausgeben. Wer nachweisen kann, dass er in den letzten fünf Jahren regelmäßig den Zahnarzt besucht hat, bekommt zusätzliche 20 Prozent des normalen Zuschusses, bei zehn Jahren erhöht sich der Zusatz-Zuschuss auf 30 Prozent.
Zahnimplantate
Zahnimplantate sind künstliche Zähne, die fest im Kiefer verankert werden. Eine Schraube, die meist aus Titan besteht, wird in den Kiefer verschraubt und ersetzt damit die fehlende Zahnwurzel. Zwischen acht und 16 Millimetern ist sie lang und hat die Form eines Kegels oder eines Zylinders. In die Wurzel schraubt der Arzt das Verbindungsstück und darauf kann schließlich der Zahn befestigt werden. Durch die Gewindestruktur muss nicht viel Knochengewebe nachwachsen, schon nach drei bis sechs Monaten ist der Titanzylinder festgewachsen und belastbar.
Füllungen
Füllungen gibt es aus verschiedensten Materialien, die sich in Qualität und Preis sehr unterscheiden.
Von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert werden Füllungen aus Amalgam. Sie sind leicht zu verarbeiten und haben eine relativ lange Haltbarkeit. Dennoch ist Amalgam seit Jahren sehr umstritten. Das Metallgemisch enthält Quecksilber, das zwar gebunden, aber nicht stabil ist. Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kiefernheilkunde stuft die Füllungen zwar als unbedenklich ein, dennoch werden sie schwangeren Frauen und Kindern nicht mehr eingesetzt.
Ebenfalls von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden so genannte Kompomere, Füllungen aus einem hellweißen Komposit-Zement-Gemisch. Ihr Nachteil liegt ganz deutlich darin, dass sie nur zwei bis höchstens fünf Jahre halten und dann erneuert werden müssen.
Eine etwas bessere Alternative, die der Patient allerdings nur im sichtbaren Bereich, also im Bereich der Frontzähne, bezuschusst bekommt, sind Komposite. Dabei handelt es sich um Kunststoff-Füllungen. Sie sind relativ aufwendig, denn der Zahn muss absolut trocken sein und die Füllungen müssen mit dem Zahn verklebt werden. Größere Füllungen müssen schrittweise befüllt und ausgehärtet werden, weil das Material beim Trocknen schrumpft. Wird hier nicht sorgfältig gearbeitet, entstehen minimale Spalte zwischen Plombe und Zahn, sodass der Zahn wieder anfällig für Karies wird. Kunststoff-Füllungen halten bis zu fünf Jahren, dann müssen auch sie erneuert werden.
Langlebig aber auch ziemlich teuer sind Füllungen aus Gold. Das kann jedoch nicht direkt eingesetzt werden. Der Zahnarzt nimmt zunächst einen Abdruck ab, mit dessen Hilfe ein Zahntechniker ein Inlay anfertigen kann. Dieses kann der Zahnarzt im zweiten Schritt der Behandlung einsetzen und mit dem Zahn verkleben. Goldfüllungen sind mindestens so hart wie die Zähne selbst, vor allem aber halten sie bis zu 15 Jahren. Je nach Größe und Lage des Inlays muss der Patient hier zwischen 400 und 700 Euro aus eigener Tasche bezahlen.
Wurzelbehandlung
Die allseits unbeliebte und gefürchtete Wurzelbehandlung ist immer dann nötig, wenn sich durch eine Entzündung im Zahnmark, durch Karies zum Beispiel, Keine im System des Zahnwurzel-Systems ausbreiten. Das muss nicht einmal Schmerzen verursachen.
Wenn die Wurzelbehandlung dazu dient, einen Zahn zu erhalten, übernehmen Krankenkassen die Kosten dafür. Einige Ärzte jedoch erzählen ihren Patienten, dass die gesetzlichen Kassen die Kosten nicht mehr übernehmen, um privat abrechnen zu können. Privat können die Kosten sich auf 280 Euro und mehr belaufen. Meistens sind medikamentöse Einlagen erforderlich, um die Entzündungen abklingen zu lassen. Die Krankenkassen übernehmen davon nur noch drei Einlagen. Bei Unsicherheiten sollten sich Patienten immer bei ihrer Krankenkasse rückversichern, um dann nicht von einer hohen Rechnung überrascht zu werden.
Professionelle Zahnreinigung
Als effektive zahnmedizinische Prophylaxe hat sich die professionelle Zahnreinigung bewährt. Sie wird entweder von Zahnarzt selbst oder bei Dentalhygienikern durchgeführt. Harte und weiche Zahnbeläge werden dabei schonend entfernt, anschließen wird der Zahn fluoridiert und aufpoliert. Besonders bei Menschen mit schlechten Zahnbefunden ist die professionelle Reinigung der Zähne empfehlenswert, denn sie beugt nachweislich Karies und Zahnfleischerkrankungen vor. Von gesetzlichen Krankenkassen brauchen Patienten allerdings keine Kostenübernahme oder etwaige Zuschüsse erwarten. Die Behandlung muss aus eigener Tasche gezahlt werden.
Einen kostenlosen Vergleich bzw. ein Angebot zur Zahnzusatzversicherung können Sie über das nachfolgende Formular anfordern (Versicherungsvermittlung erfolgt über die Finanzen.de AG):
